Blog der IG Ententeich Wolfenbüttel

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Der Wahnsinn geht weiter…

Ganz offensichtlich gibt es Unverbesserliche, die aus den in der Vergangenheit gemachten Fehlern einiger geltungssüchtiger Persönlichkeiten einfach nicht lernen wollen. Wie AFP vor kurzem meldete, wird von einem Hamburger Bauunternehmer geplant, den Hauptteil der Insel Helgoland mit der seit über 300 Jahren abgetrennten Düne zu verbinden und somit die Größe der Insel nahezu zu verdoppeln. Wohin die letzte „Wiedervereinigung“ in Deutschland führte, erleben wir alle tagtäglich schmerzhaft an Herz und Geldbeutel und doch scheint es wieder en vogue zu kommen, durch gigantomanische Expansionsphantastereien von wirklichen Problemen (zum Beispiel der Frage, wann in diesem Jahr nun endlich Laguna Beach am Ententeich Wolfenbüttel aufmacht) abzulenken.

Wir erinnern hier an die Tatsache, dass die jahrhundertelange Spaltung der Insel dazu führte, dass sich das Leben auf beiden Teilen in völlig verschiedene, nicht vereinbare Richtungen entwickelt hat und befragten daher Bewohner beider Inselteile nach ihrer Meinung.

Die von den „Inselaffen“ (die von den Einheimischen der Düne so genannten Bewohner der Hauptinsel) liebevoll „Dünendeppen“ genannten Bewohner der Düne ließen uns in einem Gespräch wissen, dass Sie mit der Trennung sehr zufrieden und daher strikt gegen eine Wiedervereinigung sind. Auf der Düne gibt es wohl keine Befürworter dieses auch unserer Meinung nach völlig irren Plans. Einhellige Meinung hier ist, nur durch die Trennung genug Ruhe vor greisen, rheumadeckenbewehrten Duty-Free-Langweiltouristen zu haben uns so das ganze Jahr ungestört Party machen zu können.

Doch was sagt „Volkes Stimme“ auf der Hauptinsel? Zum einen gibt es hier eine vom Selbstverständnis her „konservative“Interessengruppe LSG Helgoland„, die die bizarre Meinung vertritt, jegliche Neuerung sei generell abzulehnen und oberste Bürgerpflicht sei die Bewahrung des Vorhandenen. Nachdem wir Vertreter dieser IG danach fragten, ob denn nicht eine vereinigte Insel das urspünglichste und somit konservativste Modell wäre, bekamen wir zur Antwort, dass die einzigen von der IG LSG Helgoland anerkannten wahren Grenzen diejenigen von 1943 sind und daher die Vorstellung einer einheitlichen Insel als bolschewistischer Mythos angesehen wird. Wir fanden allerdings schnell heraus, dass dieser Teil der Bevölkerung zwar derjenige ist, der am lautesten krakeelt, aber dennoch lediglich über schätzungsweise 5 Mitglieder verfügt, die den ganzen Tag andere Menschen mit kleinen Anfragen, Petitionen, offenen Briefen und ähnlichem Gedöns langweilen. Das kam uns irgendwoher bekannt vor….

Der Großteil der Bevölkerung der Hauptinsel (und somit der Großteil der Gesamtbevölkerung) befürwortet hingegen unserem Kenntnisstand nach die Wiederveinigung aus wirtschaftlichen Gründen vor dem Hintergrund touristischer Expansionsmöglichkeiten und verspricht sich „blühende Landschaften“ auf dem so entstehenden Neuland.

WIR SAGEN: Das hatten wir alles schon. Sagt hinterher nur nicht, wir hätten Euch nicht gewarnt! Wir beobachten die kommenden Ausschreitungen und den unvermeidbaren Niedergang beider Inselteile dann gemütlich auf unseren portablen Fernsehern bei ein bis zwei Dutzend kühlen Bierchen am immer noch schönsten Stadtstrand der Welt, Laguna Beach am Stadtgraben Wolfenbüttel.

April 12, 2008 - Verfasst von ig4ententeich | Politik | , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , | Noch keine Kommentare

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