Abrißparty
Parbleu! Da hatte der neurechte Querfront-Nostradamus Hüttler wohl doch mal in einem Punkt recht. Wie er ja in seinen bemerkenswerten Kommentaren zu unserem weltbeliebtesten Blog aus Wolfenbüttel für Wolfenbüttel bereits am 28.04.2008 orakelte, fand am 14.06.2008 ganz offensichtlich tatsächlich eine Abrißparty in Wolfenbüttel statt. OK, es war zwar nicht -wie von Hüttler angedeutet- die weltstrandigste Vergnügungsmeile Laguna Beach am Ententeich (a.ka. Stadtgraben) , die abgerissen wurde… aber wie wir bereits sagten: er hat ja auch nur in einem Punkt recht, der gute Hüttler.
Die von ihm herbeiorakelte Abrißparty fand nämlich laut von uns teuer (2 Bier, 2 Kurze) erkauften Insidertipps seines Psychiaters in seinem Kopf statt. Hüttler hat -so sein Psychiater- durch seinen in unserem Blog verfassten Kommentar somit bereits am 28.04. angekündigt, selbst die restlichen wackligen Brücken radikal wegzubomben, die ihn noch mit der Realität verbinden.
Wir wissen nicht, ob es ein Hilferuf war. Vielleicht war es auch einfach ein Abschiedsgruß, weil der Hüttler meint, der Ort an den er sich begibt sei ein besserer, weil er ihm besser vorkommt. Dort an diesem für uns fernen Ort ist er eine Geisteskoryphäe mit profundem politischen Durchblick, einem geregeltem aber dennoch spannenden Familienleben, ein Intellektueller, der dennoch auch vor körperlicher Fitneß nur so strotzt, ein Lover und Charmeur von unerschütterlicher Manneskraft mit einem Genital wie eine V2…. während er aus dem Blickwinkel der allgemeingültigen Realität vermutlich gerade sein Hartz-IV-Geld auf dem NPD-Knabenstrich durchbringt, aus Gnatz darüber, dass seine Angebetete sich mal wieder einem (oder mehreren) anderen hingibt…
Hüttlers Psychiater gab uns für psychologisch nicht ganz so versierte Leser ein schönes Beispiel, wie es sich mit dem Hüttler nach der Abrißparty verhält: In Hüttlers Selbstwahrnehmung stellt sich ihm seine Psyche nach diesem Schritt SO dar, während alle anderen, sich in der allgemeinen Realitiät befindlichen Individuen seine Psyche eher SO wahrnehmen.
Herzlichen Glückwunsch!
Klasse! Die weltbeste Anti-Mobbing-Seite im Netz hat im Kampf für etwas mehr soziale Gerechtigkeit und Menschenwürde in der Arbeitswelt den endgültigen Schritt in die Top-Ten der Beachtung der Öffentlichkeit getan und steht mit einem weiteren schönen und treffenden Artikel über die Zustände in der Autostadt Wolfsburg ganz weit oben im google-ranking. Den Artikel können Sie HIER lesen, oder Sie klicken auf den Link beim Wörtchen Autostadt, oder Sie googeln einfach mal Begriffe wie Autostadt, Mobbing, Bossing, Volkswagen BKK, oder irgendwas, das Ihnen grade so einfällt. Sie werden staunen: überall stolpert man plötzlich ziemlich weit oben über den Mobbing-Gegner!
Herzlichen Glückwunsch, lieber Mobbing-Gegner! Weiter so!
Back to basics
Angesichts der hochintellektuellen Ausführungen der offensichtlich verstorbenen Internetpräsenz der IG Stadtgraben bezüglich des „Streitpunktes“ Namensgebung der weltschönsten Jauchegrube Wolfenbüttels geben wir, die IG Ententeich Wolfenbüttel, bekannt:
Richtig ist, dass der auch unter dem Namen „Stadtgraben“ bekannte Ententeich ein Überbleibsel einer großflächigen Wall- und Grabenanlage Wolfenbüttels ist. Richtiger ist aber demzufolge auch, dass es sich hierbei kaum um DEN Stadtgraben handelt, sondern -wenn man die versuchsintellektuelle Korinthenkackerei auf die Spitze treiben will- um EINEN Teilstadtgraben.
Angesichts seiner heutigen Erscheinungsform und Nutzung handelt es sich hierbei jedoch eindeutig eher um einen Teich mit Enten oben drauf, was den Namen Ententeich wohl sinniger macht. Aufgrund der Tatsache, dass es sich hierbei um den einzigen Teich des Innenstadtgebietes handelt, kann man also auch DER Ententeich sagen.
Wir legen der IG Stadtgraben daher vor dem Hintergrund ihrer kauderwelschen Logik, Dinge müssten bis in alle Ewigkeit nach dem benannt werden, was sie ursprünglich ein mal waren, folgendes nahe: Da sie derzeit vermutlich auf der Suche nach einem neuen Betätigungsfeld für ihre Querulantenattacken sind, benennen Sie sich doch einfach in IG Tongrube um und wettern gegen die oberflächliche und spaßgesellschaftliche Nutzung des neudeutsch sog. „Fümmelsees“! Ist doch perfide, wie dort Fisch und Vogel behandelt werden…. und überall sieht man Menschen in Gebüschen und an Bäumen ihre Notdurft verrichten! Auch sexuelle Handlungen in aller Öffentlichkeit und Alkoholexzesse wurden dort schon gesichtet!!! SODOM & GOMORRHA!!!!! Bei Gott, schreiten Sie endlich ein!
Ach was? Sie haben am Fümmelsee keine Immobilien, für die sie einen eventuellen Wertverlust befürchten und darum gesellschaftlich relevante „Probleme“ herbeiphantasieren, damit ein paar nützliche Idioten ohne es zu wissen Ihre Privatinteressen unterstützen? Na gut, dann seiern Sie halt weiter an Laguna Beach herum, hört ja eh keiner mehr zu….
Der Linksruck der Gesellschaft
Klasse, endlich mal wieder Kommunalwahlen in Sachsen, das ist ja immer einen Aufschrei wert. Und in einer Gemeinde namens Reinhardtsdorf-Schöna ist das Desaster nun perfekt. Die NPD kassiert 25,2% der Stimmen, während alle anderen Parteien ziemlich abkackten. CDU (21,7 %), die Linke (15,6 %), FDP (4,2 %), SPD (3,7 %) und Grüne (2,8 %), lediglich die „Freien Wähler“ konnten die NPD mit einem Ergebnis von 26,8% knapp toppen. Über die politische Ausrichtung dieser freien Wähler ist wenig in Erfahrung zu bringen, weshalb man auch nicht nachhakt, warum DIE denn mehr als alle anderen bekommen haben.
Aber 25% für die NPD? Das geht nun wirklich nicht! Sofort überschlug sich die von der NPD gerne als linke Systemgünstlinge bezeichnete Presse mit Erklärungsversuchen, die fast unisono in der Aussage mündeten, die NPD habe durch ihre Maskerade bei vielen Menschen den Eindruck einer ganz normalen, wählbaren Partei erweckt. Ergo handelte es sich bei 25% der Gemeindebürger und über 5% der Sachsen allgemein um irregeführte Demokraten, denen schlicht der Intellekt fehlt, die NPD als das zu erkennen, was sie wirklich ist. Kaum irgendwo vernahm man etwa die Aussage, dass es sich bei der Gemeinde Reinhardtsdorf-Schöna eben schlichtweg um ein braunes Nest voller idiotischer Nazis und deren Sympathisanten handelt, wie es sie gerade in der Sächsischen Schweiz (aber nicht nur dort) zuhauf gibt und die fast jeder außer besagten Knallköppen lieber meidet. Liebe „linke Systempresse“: Wir bitten doch sehr darum, deiner Rolle endlich auch mal gerecht zu werden und langsam und sachte von der Verharmlosung solcher Ergebnisse Abschied zu nehmen.
Doch schauen wir uns ein mal an, warum denn der von Konservativen bis Rechten vielbeschworene „linke Zeitgeist“ so allergisch auf das Ergebnis reagiert. Etwa weil die Mehrzahl der Deutschen eben links ist und somit das xenophobe, menschenverachtende, rassistische, nationalistische bis nationalsozialistische Weltbild der NPD ablehnen? Vielleicht. Vielleicht aber auch aus anderen Gründen. Schauen wir doch mal in eine große Zeitung, die Süddeutsche. Laut der Homepage dieser Zeitung äußerte sich die Sekretärin des Bürgermeisterbüros folgendermaßen zu den Wahlergebnissen: „Wir rackern uns hier für’n Tourismus ab und dann wieder so ein Ergebnis!“ . Von linker Faschismuskritik keine Spur. Die Nazis sind einfach schlicht scheiße für´s Geschäft. Neger, Jud, Muselmann, Schwule und Kommunistenschweine sind nun mal auch von Zeit zu Zeit REISENDE, die aus Angst um die körperliche Unversehrtheit nun doch lieber woanders hinfahren, anstatt ihr Geld im Urlaub einer Gemeinde zu überlassen, in der sie von mindestens einem Viertel der Bevölkerung am liebsten gelyncht würden.
Also, wenn DAS der von den Rechten vielbeschimpfte „linke Zeitgeist“ ist…. dann kann sich ja sogar die SPD bald wieder „links“ nennen! Das wäre sicher das geringere Übel, da sowieso niemand mehr darauf hört, wofür die SPD sich selbst hält. Es bleibt aber eher zu befürchten, dass sie sich in Zukunft um der Wählerstimmen willen doch eher real dem annähern wird, was das braune Pack gerne hören will. Womit dann sicherlich einige Erzfaschisten auf die Maskerade reinfallen werden und die SPD als ganz normal nationalistische und somit für sie wählbare Partei ansehen. Vielleicht kommt die SPD so auch in Reinhardtsdorf-Schöna beim nächsten mal über 5%.
Wer kam eigentlich auf die Idee, den „antifaschistischen Schutzwall“ abzureissen? In ihm manifestierte sich doch geradezu eine sozialistische Weitsicht, die man sonst in der DDR selten fand: Nicht die DDR sollte vor den Faschisten von außen geschützt werden, sondern vielmehr die Welt draußen vor den Zonenfaschos, sollte das Experiment DDR scheitern.
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