Konservatives Denken in Bildern (8)
heute: Der Geleerte


Aus dem dicken Arsch
werden auch die Redakteure und Redakteusen der IG Ententeich weiterhin pupen können, da in Deutschland endlich auch mal was für die Oberschicht getan wird. Plänen der Regierung zufolge will man nun auch endlich mal den von der Finanzkrise besondes betroffenen Besserverdienern unter die Arme greifen und die Kfz-Steuer senken. Aber damit die vom Pech verfolgten nicht über einen Kamm mit den Hartz-IV-Krisengewinnlern geschoren werden, betrifft diese Senkung nur Autos der Luxusklasse, oder zumindest mit einem besonders hohen Hubraum. In der Redaktion wird schon darüber nachgedacht, ob wir unseren Fuhrpark nicht um einen Hummer aufrüsten sollten -für den täglichen Weg zum Bagelmaker…
Den Neidern sei entgegnet: Leben und leben lassen. Wer hat, der hat. Lieber im Maybach nach St. Tropez, als mit dem Golf zum Arbeitsamt. Ihr Stricher!
Konservatives Denken in Bildern (7)
heute: Leitkultur

Weltliteratur in Kürze (1)
Das Häschen sitzt im Zug einem Mann gegenüber und beobachtet ihn. Plötzlich spuckt der Herr einen Zentimenter an Häschens rechtem Löffel vorbei an die Wand und sagt: „Gestatten, Hartmut Schrunz, Kunstspucker!“. Häschen überlegt kurz, spuckt dem Mann einen widerwärtigen Grünen mitten ins Gesicht und sagt anschließend: „Angenehm, Häschen. Ich bin Laie.“
(Hildegard von Bingen, um 1163)
Keuschuugel Dot Com
Das Internet wäre heute ohne Suchmaschinen kaum denkbar. Umgekehrt aber scheint eine Suchmaschine ohne Internet durchaus eine Alternative zu sein. Zumindest für gläubige Katholiken: Die „Catholic google custom search engine“ www.cathoogle.com geleitet seit einigen Tagen den bußfertigen Wanderer sicher durchs finstere Tal des World Wide Web. Das klingt vielversprechend, aber vergleichen Sie doch einmal die Trefferzahl für den Suchbegriff „porno“ bei Google mit der bei Cathoogle. Von wegen „mir wird nichts mangeln“.
Bewährte Hausmittel (4)
Peinliche Urinränder auf dem Wohnzimmerteppich haben Gäste schnell vergessen, wenn man einfach erneut darüber unriniert und dann behauptet, da wären vorher keine gewesen.
Wunderlich werden (2)
heute: Selbstgespräche (mal wieder)
Am vergangenen Samstagnachmittag – ich befand mich gerade in diesem eigenartigen Zustand vernebelter Isolation, die man vespürt, wenn man die ganze Nacht durchgefeiert hat – kam ich für einen kurzen Augenblick in Gedanken aus irgendeinem Grund auf das Thema Selbstgespäche. Warum, weiss ich auch nicht, aber während ich amüsiert darüber nachdachte, hörte ich mich plötzlich kichernd laut zu mir selbst sagen: „Selbstgespräche“. Die anderen Leute im Supermarkt haben mich alle ganz komisch angeschaut.
Bewährte Hausmittel (3)
Wenn man mal versehentlich vor den Augen anderer Leute sein großes Geschäft auf dem Wohnzimmerteppich verrichtet hat, kann man den Eindruck von Unzurechnungsfähigkeit noch verstärken, indem man anschliessend mit einem Toilettenpümpel darin herumstochert.
Bewährte Hausmittel (2)
Von einem eingetrockneten Kotzfleck auf dem Wohnzimmerteppich kann man geschickt ablenken, indem man einen frischen daneben platziert.
Bewährte Hausmittel (1)
Jeder kennt gerade in Zeiten des Würgegriffs von Väterchen Frost das elende Problem:
Wasserränder von hereingeschlepptem Schnee auf Laminat, Fliesen, PVC und Parkett, sowie brackige Pfützen auf den Teppichen, die unschöne Flecken hinterlassen.
Die IG Ententeich empfiehlt hier ein in der Vergangenheit vielfach bewährtes Hausmittel, bevor die Zustände vollends unerträglich werden:
Werden Sie Mietnomade! Hierbei handelt es sich quasi um ein Allheilmittel gegen unbehagliche Wohnverhältnisse. Vergilbte Tapeten, schimmeliger Abwasch bis auf Augenhöhe, Brand- und Hundekotflecken überall, die letzten 20 Jahrgänge Prospektmaterial stapeln sich im Flur? Hier hilft oftmals nur noch ein radikaler „Tapetenwechsel„…
Passauer Neuigkeiten
Wie wir der bürgerlichen, vom Zeitgeist geprägten Boulevardpresse entnehmen konnten, macht der Fall Mannichl auch nach der Übergabe der Ermittlungshoheit an das BKA keine Fortschritte. Und was passiert in solchen Fällen natürlich? Richtig, die Ermittler grübeln über andere Möglichkeiten nach und schmieden dabei zu allererst natürlich die Verschwörungstheorie, der Attentäter könnte auch ein Linker gewesen sein, der mit der am Tatort dem Opfer überreichten Grußbotschaft «Viele Grüße vom nationalen Widerstand, du linkes Bullenschwein, du trampelst nicht mehr auf den Gräbern unserer Kameraden herum» nur den Verdacht auf die im Grunde harmlose Naziszene lenken wolle, um diese in perfider linker Hetzmanier zu diskreditieren.
Es ist jetzt wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis die bislang den Nazis angelasteten Verbrechen im dritten Reich als die demagogischen Aktionen verkleideter Kommunisten entlarvt werden.
Sehr schön fanden wir übrigens, daß folgende Tatsache als kaum erklärbare „Ungereimtheit“ hingestellt wird: „Warum aber verdeckte der Täter seine auffallenden Tätowierungen nicht, war er doch offenbar so weitsichtig, Fingerabdrücke an der Tatwaffe zu vermeiden?“ (Quelle: www.welt.de, 10.01.2009) Man zieht hier also schnell in Erwägung, dass es sich um einen linken Attentäter handeln könnte, der mit rechten Parolen von sich ablenken will, kommt aber nach mehreren Wochen SOKO-Kopfzerbrechen nicht auf die Idee, dass es sich vielleicht um Klebe-Tattoos gehandelt haben könnte, um vom Attentäter abzulenken? Stellen sie sich mal vor, jemand mit auffallenden Tätowierungen kommt drohend mit einem Messer auf sie zu und sticht sie binnen Sekunden nieder: Erinnern sie sich hinterher vorrangig an die Form seiner Lippen, Ohren, Nase, an die Stellung seiner Augen… oder eben an auffällige Tattoos, die er vielleicht 20 Minuten später schon gar nicht mehr hat?
Blödsinn, das wäre nun wirklich zu weit hergeholt. Lassen sie uns stattdessen lieber erst mal in der linken Szene nach jemandem mit Tattoos suchen, auf die die Beschreibung passt. Wenn der dann auch noch Handschuhe besitzt, wird er´s schon gewesen sein….
Weltwirtschaftskrise: die Opfer
Eine Fernseh-Kurzdokumentation verdeutlichte gestern eindrucksvoll die schrecklichen Folgen der aktuellen Wirtschaftskrise anhand eines herzzerreissenden Einzelschicksals. Die Dokumentation beginnt auf dem Rücksitz einer Mietlimousine. Ein Mann in den Mittdreissigern in schwarzem Armani blickt apathisch auf die vorbeiziehnde Kulisse lower Manhattans. Vor kurzem, so erklärt er mit teilnahmsloser Stimme, hätte er sich Limousine und Chauffeur noch für jeden seiner Dienstwege leisten können, heute reiche es gerade einmal für die Fahrt zur Arbeit und zurück. Vor ein paar Monaten noch stand der adrette Wallstreet-Broker kurz vor seiner ersten Milliarde, doch der globale ökonomische Einbruch hatte ihn schlagartig an den Abgrund der Armut katapultiert. Er ist wieder da angekommen, wo er begann: ganz unten, als einfacher Multimillionär. Leute wie er sind es, die unter der Wirtschaftskrise ganz besonders zu leiden haben, und wie viele seiner Zunft ist er gezwungen, seinen Lebensstandard den Verhältnissen unterzuordnen. Wie sehr sich Leben und Tagesablauf des jungen Börsenspekulanten geändert hat, zeigt die Dokumentation sehr beispielhaft anhand der Gestaltung seiner Mittagspause. Denn hier heisst es für ihn nun Bulette statt Kaviar. So sieht man ihn als einzigen Gast in einer Imbiss-Bude in der Wall Street sitzend einsam und traurig in seinem Cheeseburger herumstochern. Einem Burger aus Kobe-Rindfleisch unter einer trostlosen Decke aus leicht angeschmolzenem Bjurholmer Elchkäse und ein paar tristen Trüffel- und Blattgoldraspeln für 170 US-Dollar. Die fetten Jahre sind vorbei. Während der glückliche Pöbel ein paar Blocks weiter unbekümmert seinen 2-Dollar-Cheeseburger-Lebensstandard pflegt, als wäre überhaupt nichts passiert, bleibt den Opfern des Kapitalismusversagens, den verstörten Brokern und Spekulanten, nur noch, den Dodo-Leder-Gürtel enger zu schnallen. Die Welt ist ungerecht.

Konservatives Denken in Bildern (6)
Endlich! Nach jahrelanger Arbeit ist es Hirnforschern am rennomierten IG-Ententeich-Hinforschungs-Geheimlabor in Wolfenbüttel gelungen, die Ursache konservativen Denkens zu ermitteln.

Agenda 2009
Die IG Ententeich sieht 2009 einem anstrengenden und ereignisreichen Jahr entgegen, wie man unschwer erkennt, wenn man einen Blick auf unsere To-Do-Liste für die kommenden 12 Monate wirft:
Alle guten Vorsätze fürs neue Jahr vergessen
Kibbutz im Iran errichten
Blaue m&m´s aussortieren
Antivir aktualisieren (verfluchte Porno-Websites)
Das Internet abschaffen
So tun als ob niemand da ist, wenns an der Tür klingelt
Nicht zur Bundestagswahl gehen
Termine auf Zetteln notieren und mit Magneten am Kühlschrank befestigen
An alte Freunde denken, sie aber nicht anrufen, weil man ihnen Geld schuldet
Lotto spielen, aber die Scheine nie abgeben, um sich evtl. mal so richtig ärgern zu können
Beschwerdebriefe an Bahlsen und Chipsfrisch schreiben, um einen Karton Gratis-Knabbereien zu bekommen
Beschwerdebriefe an Brauereien schreiben
Sie sehen: es gibt allerhand zu tun. Pagge ma´s an !
-
Letzte
-
Links
-
Archive
- November 2009 (2)
- Oktober 2009 (2)
- September 2009 (2)
- August 2009 (1)
- Juni 2009 (2)
- Mai 2009 (1)
- März 2009 (1)
- Februar 2009 (1)
- Januar 2009 (15)
- Dezember 2008 (15)
- November 2008 (7)
- Oktober 2008 (6)
-
Kategorien
-
RSS
RSS der Einträge
Kommentarfeed